Seegeritz versinkt nach enttäuschender Leistung im Mittelmaß

Aufstellung: Kolbig - M.Haufe, Patzsch, R.Haufe - I.Fickert, Lehmann, Jahn, Wunderlich, Bachmann - Hoffmann (Herzog), Dietrich

Tore:

0:1 Frank Wunderlich (Foulelfmeter)
1:1 Henry Zacharias
2:1 Thomas Ludwig
3:1 Thomas Ludwig
4:1 Thomas Ludwig
4:2 Thomas Herzog
5:2 Thomas Ludwig

Gelbe Karten: Jahn, Herzog

Gelb-Rote Karten: Wunderlich, Bachmann

Heute stand das nächste Auswärtsspiel an, nachdem die Woche zuvor spielfrei war. SV 1910 Leipzig II hieß der Kontrahent. Die Rollen vor dem Spiel geklärt. Seegeritz klarer Favorit nach zuletzt 2 Siegen in Folge, 1910 dagegen Außenseiter mit 0 Punkten und 16 Gegentoren aus den ersten 3 Spielen. Einige rechneten sich also einen deutlichen Sieg der Gäste aus…
Und am Anfang sah es für den TSV auch gar nicht so schlecht aus. Es spielte die Stammelf der letzten Spiele, Michael Günther erstmals wieder nach seinen Leistenproblemen auf der Bank, sein Comeback war eigentlich erst gegen die Paunsdorf Devils angestrebt. Seegeritz in der ersten Halbzeit mit vielen gefährlichen Angriffen, hinten jedoch immer wieder Unsicherheiten. So gab es auch einige brenzlige Situationen, bei denen 1910 hätte schon die Führung erzielen können. Nach ca 20 Minuten dann läuft Torsten Hoffmann mit dem Ball am Fuß von links in den Strafraum, wo er dann gefoult wird. Keine Diskussion, Elfmeter für Seegeritz. Frank Wunderlich schnappt sich den Ball und trifft ins Tor – doch der Schiri lässt wiederholen, da er nicht rechtzeitig angepfiffen hatte. Aber auch der zweite Versuch vom Punkt saß – souverän rechts unten eingeschoben und den Torhüter verladen. Seegeritz hatte nun mit der Führung im Rücken deutlich mehr vom Spiel. Mehrere Chancen blieben jedoch ungenutzt, so z.B. als Torsten Hoffmann seinen Gegenspieler überrennt und alleine vorm Tor noch am gegnerischen Hüter scheitert. Wenig später wurde auch Andre Dietrich im Strafraum gefällt, diesmal eine noch klarere Situation als beim ersten Elfmeter. Doch was ist das? Der Schiedsrichter lässt weiter spielen – das war seine erste grobe Fehlentscheidung im Spiel. Und so schaffte es 1910 Ende der ersten Halbzeit mit einem Doppelschlag sogar noch in Führung zu gehen! Erst der Ausgleich in der 40. Minute und kurz danach verliert Kapitän Jahn im Mittelfeld den Ball, der gegnerische Spieler wird nicht aufgehalten und kommt relativ frei aus 25 Metern zum Schuss, der Ball setzt noch mal auf und geht links unten ins Tor. Schlussmann Kolbig sah bei diesem Gegentreffer nicht gut aus, jedoch darf der Gegner auch nicht aus dieser Position so unbedrängt zum Schuss kommen. Kurz danach war Halbzeit, der Ärger über die mit einem Mal verspielte Führung natürlich groß…

Die zweite Halbzeit begann gleich mit einer entscheidenden Szene. Direkter Freistoß für Seegeritz an der Strafraumgrenze, Thomas Lehmann zirkelt den Ball wunderbar über die Mauer ins linke obere Eck. Der Ausgleich! Doch nicht mit diesem Schiedsrichter – dieser pfiff Abseits, eine unsinnige Entscheidung, denn Bachmann griff weder ins Spiel ein, noch irritierte er den Torhüter, der sowieso nicht an diesen Ball kommen konnte. Die Emotionen schlugen nun hoch. Zumal 1910 fast im direkten Gegenzug auf 3:1 erhöhte. Der Unmut über das nicht gegebene Tor für Seegeritz jetzt noch größer, der Schiedsrichter brachte mit seinen Fehlentscheidungen unnötig Unruhe ins Spiel. So flog dann auch Wunderlich nach seiner zweiten gelben Karte wegen Meckerns mit Gelb-Rot vom Platz.

Mitte der zweiten Hälfte kam dann auch noch Thomas Herzog für Torsten Hoffmann ins Spiel, der heute abermals ohne Torerfolg blieb. Dann ein Foul von Bachmann an der Seitenauslinie an seinem Gegenspieler, dieser blieb unbeherrscht und schubst ihn weg und es kam gleich zu einer Traubenbildung, bei der auch einige Zuschauer den Platz betraten. Doch die Situation konnte beruhigt werden und der Spieler von 1910 musste mit einer roten Karte vorzeitig zum Duschen gehen.

Wenig später Thomas Herzog mit einer Riesenchance, gegen seinen Bewacher durchgesetzt steht er frei vorm Tor und trifft jedoch das Gehäuse nicht. Dann ein langer Ball von 1910 auf Linksaußen, der Ball schon einen halben Meter im Seitenaus, doch der Schiedsrichter lässt weiterspielen, die Seegeritzer Hintermannschaft aufgrund dieser Entscheidung völlig perplex, so dass die Gastgeber das 4:1 erzielen konnten. Die Gäste fühlten sich nun veralbert, man machte ja in der letzten Saison bei 1910 schon sehr schlechte Erfahrung mit dem damaligen Schiedsrichter, der heutige Unparteiische war ähnlich skandalös. Das Spiel nun endgültig entschieden, Joker Thomas Herzog machte zwar mit einer feinen Einzelaktion noch das 2:4, aber 1910 konnte auch noch einmal nachlegen, so dass es am Ende 5:2 stand. Und Bachmann sah auch Gelb-Rot wegen Meckerns.

Fazit: Diese Niederlage war nicht eingeplant. Das nicht gegebene Tor Anfang der zweiten Hälfte war dann der Knackpunkt, mit einem  ordentlichen Referee wären 3 Punkte trotz mäßiger Leistung möglich gewesen. Hätte man allerdings vor der Pause das 2:0 gemacht, müsste diese Diskussion jetzt nicht geführt werden… Seegeritz hat nun den Anschluss an die Spitzengruppe verloren, und wahrscheinlich wird das jetzt auch eine Weile so bleiben, denn das nächste Spiel ist auswärts in Zwenkau, die heißer Kandidat auf den Staffelsieg sind.

25 Sep 2005 19:49 von Webmaster
2 Kommentar(e)
19 mal gelesen


von nr. 5/1910 @ 25 Sep 2005 22:33
nichts für ungut habt toll gekämpft danke für die 3 punkte und nächste mal bissl ruhiger da gibts weniger stress aber ohne scheiss der schiri war grottenschlecht

viel glück für die weiteren spiele

von Becks_159 @ 07 Oct 2005 09:21
Naja ausgleichende Gerechtigkeit würd ich dass nennen habt ja gegen Bc Eintracht 3 Punkte vom schiri geschenkt bekommen

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